Daxten geht mit der Stromverteilung im RZ an die Decke und erledigt das Power Monitoring drahtlos

14.02.12 11:00:00 MEZ

Schon seit über drei Jahren setzt Daxten, eine führende Anbieterin von Lösungen zur Optimierung der Power- und Kühlungsinfrastruktur in Rechenzentren, auf die Starline-Schiene zur physischen Verteilung von Strom in RZ-Umgebungen. Jüngst wurde das modular aufgebaute Schienensystem um drei neue Varianten mit 250, 400 und 800 Ampere zur Montage an der Decke oder im Doppelboden eines Datacenters erweitert. Damit steht laut Daxten Anwendern erstmals für alle Leistungsanforderungen eine Lösung zur Power- Distribution zur Verfügung, bei der Erweiterungen oder Rekonfigurierungen werkzeugfrei und ohne eine Unterbrechung der Stromversorgung durchgeführt werden können. Die etwa für die Elektrifizierung von Racks erforderlichen Abgangskästen werden dafür über eine spezielle Befestigungsmimik in das Schienenprofil eingesetzt und über einen anschließenden 90 Grad-Dreh fixiert. Per Drop-Kabel oder eine 16, 32 oder 63 Ampere Anschlussbuchse wird dann die Verbindung des Schienen-Abgangskastens zu einer PDU (Power Distribution Unit) im Rack hergestellt, über die der Strom an die aktive Hardware eines Racks geführt wird. Hinsichtlich der reinen Stromverteilung wäre damit alles komplett angerichtet. Um jetzt das Optimum im Hinblick auf Energie- und Ressourceneffizienz aus der bestehenden Power-Infrastruktur herauszuholen, bietet Daxten ab sofort umfassende Werkzeuge für das Metering, Monitoring und Reporting der Stromversorgung, auf Schienen-, Phasen-, Abgangskästen-, Rack-, PDU-, IT-Komponenten und Netzkabel-Ebene an. Der besondere Clou: Viele Messdaten können auch drahtlos (wireless) erfasst und auf nur eine Systemebene konsolidiert verarbeitet sowie dargestellt werden.

Bei den Schienen, Phasen und Abgangskästen misst ein Monitoring-Moduldie anliegende Spannung, Stromstärke, die Stromversorgung insgesamt sowie die vorherrschenden Temperaturen. Das System wird dazu entweder als Steckmodul kabellos an der Starline-Stromschiene angebracht oder ist bereits direkt in einen Abgangskasten integriert. So können alle relevanten Parameter wie etwa Volt, Ampere, kW, kWh, kVA, Phasenwinkel, Gesamtstrom, Grad Celsius in Echtzeit kontrolliert, automatisch protokolliert und als Energie-Reports zur Verfügung gestellt werden. Ferner lassen sich die erfassten Werte über eine Webinterface-Schnittstelle oder per Modbus an bestehende Datacenter- oder Gebäudemanagement-Anwendungen (BMS) übertragen. Eine im Gehäuse integrierte Anzeige gestattet zudem den lokalen Abruf und die Verwaltung der Strom- und Temperaturdaten direkt an der Schiene oder an den Abgangskästen.

Energie-Monitoring und -Management auf PDU-, Rack- und IT-Komponenten-Ebene

 

Für die Kontrolle der Ströme bei den PDUs, auf Rack-Level oder Ebene der angeschlossenen aktiven Hardware stehen bei den über Daxten vertriebenen Herstellern entweder proprietäre Bedieninterfaces, systemübergreifende Power-Management- oder gar allumfassende DCIM (Data Center Infrastructure Management)-Systeme zur Verfügung, die sich entweder lokal über die serielle Schnittstelle oder aus der Ferne per Webbrowser oder Management-Applikation bedienen lassen. Leistungsinformation, einschließlich Verbrauchsdaten (kW und kWh) für Fakturierungszwecke und Leistungsüberwachung sowie für Leistungsberichte und Trendreports zu Stromverbräuchen und Temperatur, können so für jeden einzelnen Stromanschluss auf der PDU, für Port-Gruppen, die gesamte Stromleiste, per Höheneinheit, ganzem Rack, pro Rackreihe oder für die gesamte RZ-Umgebung erfasst bzw. erstellt werden. Bei den vielfältigen Power-Management-Funktionen der Anwendungen ist insbesondere die Option, Schwellenwerte für Strom- und Temperaturparameter zu setzen, hervorzuheben: Werden kritische Werte überschritten, erfolgt eine sofortige Alarmierung per SNMP, SMS oder Email, so dass das RZ- oder Facility-Fachpersonal umgehend Gegenmaßnahmen ergreifen kann. Darüber hinaus lassen sich auch bestimmte Szenarien vordefinieren, bei denen Gegenmaßnahmen automatisch, zum Beispiel via SNMP-Traps, vom Management-Tool eingeleitet werden. Einbetten lassen sich viele der PDU- oder DCIM-Lösungen wiederum in ein übergreifendes BMS-System.

Messintelligenz einfach ins Stromkabel integriert

 

Ein echtes Novum stellt die Erfassung der Stromkennwerte direkt an einem Netz- oder PDU-Kabel dar. Dazu hat der ebenfalls über Daxten distribuierte Hersteller Packet Power einfach die gesamte Messtechnologie in seine Stromkabel integriert. Sobald diese an die IT-Peripherie (PDUs, Server, serielle Geräte und viele mehr) angeschlossen sind, startet automatisch die Erfassung sämtlicher Stromparameter (Volt, Ampere, Watt, Wechselstromverbrauch, Leistungsfaktor, Verbrauchsspitzen usw.) und der Temperaturwerte. Die für jedes Kabel erfassten Daten lassen sich über ein Wireless-Netzwerk zusammenführen und an viele gängige Power-Management-, DCIM- oder BMS-Systeme zur Aufbereitung und Auswertung weiterleiten.

Zentral auswerten, evaluieren und Stromverbräuche im RZ optimieren

 

Die Messwerte aller in das Stromverteilungs- und verbrauchssystem eines Rechenzentrums eingebundenen Komponenten laufen per Web, über Kupferkabel, Glasfaser- oder Wireless-Verbindungen auf und werden entweder über ein jeweils dediziertes Power-Management-Tool oder eine systemübergreifende DCIM- oder BMS-Lösung zentral erfasst. Dort werden die Daten gebündelt, ausgewertet und zu detaillierten Verbrauchsberichten aufbereitet. Nur auf dieser Basis lässt sich eine komplette Power-Infrastruktur kontrollieren, analysieren und evaluieren, kann der PUE (Power Usage Effectiveness)-Wert solide ermittelt und können letztendlich die berühmten „Stellschrauben“ angesetzt werden, um die Energie- und Ressourceneffizienz in einer RZ-Umgebung maßgeblich und nachhaltig zu steigern.