Den Schwenk bei der physischen Stromverteilung in Rechenzentren von kabelbasierten Lösungen hin zur Schiene vollzog Daxten vor wenigen Jahren mit der Aufnahme der Starline-Stromschienen in ihr Portfolio. RZ-Verantwortliche und -Facility-Manager profitieren seitdem von einer einfachen und zuverlässigen Stromversorgung ihrer Racks und können Abgangskästen zum Anschluss neuer Schränke oder Peripherie an beliebiger Stelle entlang der Schiene und in verschiedenen Ampereraten und Spannungsbereichen bei laufendem Betrieb in Minutenschnelle hinzufügen. Jetzt wird das Starline-Stromschienensystem um ein umfassendes Überwachungstool erweitert, dem Critical Power Manager (CPM). Damit ist es möglich, die Stromstärken, Spannungen und die Stromversorgung jeder einzelnen Phase sowie die Temperatur der Abgangskästen zu kontrollieren, zu protokollieren und ein Energie-Reporting zu erstellen. Das System wird dazu als Steckmodul kabellos direkt an der Starline-Stromschiene angebracht. Alle erfassten Werte lassen sich über ein Webinterface-Schnittstelle sowie im Wireless-Verfahren gemäß dem ZigBee mesh-Standard an bestehende Datacenter- oder Gebäudemanagement-Anwendungen übertragen. Der lokale Abruf und die Verwaltung der Strom- und Temperaturdaten können ebenfalls direkt über einen im Gehäuse des Critical Power Monitors integrierten Touchscreen erfolgen.
Für den störungsfreien Betrieb der Hardware in Mission Critical-Umgebungen ist eine permanente und unterbrechungsfreie Stromversorgung unabdingbar. Eine wichtige Voraussetzung hierfür ist ein umfassendes Monitoring der primären Stromverteilung, etwa der Stromschiene bei einer Overhead-Infrastruktur. Schwankungen bei den Eingangsströmen an den leitenden Phasen sowie Temperaturveränderungen können auf Fehlfunktionen hindeuten und wichtige Indikatoren dafür sein, dass kritische Versorgungssituationen entstehen könnten. Der Starline Critical Power Monitor stellt eine fortwährende Messung und Kontrolle aller Ströme und Temperaturen sicher und zeigt alle Werte in Echtzeit an. Die Messgenauigkeit liegt bei einer Abweichung von maximal einem Prozent, während konventionelle Monitoring-Systeme im Durchschnitt eine Toleranz von drei Prozent und mehr aufweisen. Direkt vor Ort an der Stromschiene lassen sich die Parameter über ein grafisches Touchscreen-Display abrufen. Zur Remote-Überwachung werden die Messdaten auch webbasiert und verschlüsselt an einen oder mehrere entfernt stehende Computer-Leitstände übertragen. Diese Datenübertragung kann dank der Unterstützung des ZigBee mesh-Protokolls ebenfalls im Wireless-Verfahren erfolgen.
Über das reine Messen und Protokollieren der Daten hinaus verfügt der Critical Power Monitor auch über Warnfunktionen per SNMP. So lassen sich Schwellenwerte im Vorhinein definieren, und sobald diese überschritten werden, ergeht automatisch eine Warnmeldung an das IT- oder Facility-Management, das den Auslöser einer Unregelmäßigkeit bei der Stromversorgung daraufhin identifizieren und eliminieren kann.
Ein wichtiges Werkzeug stellt der Critical Power Monitor ferner für die Umsetzung von Strategien zur Erhöhung der Energieeffizienz in Rechenzentren dar: Die bestehenden Best Practice-Leitlinien, wie sie zum Beispiel vom BITKOM, Gartner und dem EU Code of Conduct on Data Centre Efficiency ausgegeben worden sind, stellen jeder energetischen Optimierungsmaßnahme eine Messung und Analyse der Ist-Stromverbräuche eines Rechenzentrums voran. Und genau dieser Status quo lässt sich mit dem CPM an allen erforderlichen Messpunkten, über frei definierbare Zeiträume hinweg und über ein exaktes Energie-Reporting erfassen. Damit wird auch gleich die Datenbasis geliefert, um etwa die Power Usage Effectiveness (PUE), den Quotienten aus dem gesamten Stromverbrauch eines Rechenzentrums und der Verbräuche aller IT-Geräte, vor einer Optimierung solide zu ermitteln.
Werden danach entsprechende Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz ergriffen, können die Verbräuche wiederum mit dem CPM gemessen, protokolliert und evaluiert werden und die Werte zur Neuberechnung der PUE verwendet werden.
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