Starline Stromschiene jetzt mit 1200 Ampere

05.04.17 09:45:00 MESZ

Den Abgangskasten in die Stromschiene einsetzen, um 90 Grad drehen, werkzeugfrei arretieren – und schon ist in wenigen Sekunden eine Stromabzweigung für die Elektrifizierung eines Racks hergestellt. Was sich liest wie aus einer Produktbroschüre entnommen, funktioniert tatsächlich, wenn zuvor im Rechenzentrum ein über die Firma Daxten erhältlicher Schienenstromverteiler der Marke Starline installiert worden ist. Bislang gab es die Schienen in Auslegungen bis zu 800 Ampere. Nun hat die als T5 bezeichnete Produktfamilie, die bis dato 250A, 400A und 800A Stromschienen umfasste, mächtigen Zuwachs bekommen und wartet ab sofort auch mit einer 1200A Version auf. Der neue Stromverteiler vereint alle Vorzüge in sich, die dazu beigetragen haben, dass eine Starline Lösung in 2016 mit dem Deutschen Rechenzentrumspreis in der Kategorie „RZ-Energietechnik“ ausgezeichnet worden ist.

Zu den Vorzügen zählt zunächst das besondere Design der Stromschiene: Wie alle Versionen verfügt auch der 1200A Verteiler über einen durchgehenden Slot an der Unterseite. Dadurch ist es möglich, an jeder beliebigen Stelle und entlang des gesamten Schienenstranges Abgangskästen einzusetzen, ohne wie bei anderen Lösungen an feste Abzweigmarken gebunden zu sein. RZ- und Facility-Experten genießen so die Freiheit, Racks und IT-Equipment nach Belieben platzieren zu können. Die zur Verfügung stehende Power ermöglicht zudem eine hohe Leistungsdichte. Redundanz lässt sich einfach über eine zweite, parallel geführte Schiene herstellen.

Schiene versus Kabel

Eine Stromabzweigung an der Schiene herzustellen ist, wie zuvor schon beschrieben, tatsächlich mit wenigen Handgriffen und innerhalb weniger Sekunden erledigt. Das erspart die sonst übliche lange Vorlaufzeit, Downtime und hohe Kosten, die bei herkömmlichen, kabelbasierten Verteilungssystemen für das „Strippen ziehen“ anfallen. Die Elektrifizierung von Racks und IT-Geräten kann über die Abgangskästen an der Schiene, entweder durch ein Drop-Kabel oder am Kasten bereitgestellte 16, 32 oder 63A-Anschlüsse, erfolgen,

Energie-Monitoring für optimale Lastverteilung

Integrierte Datenkanäle an der neuen Schiene gestatten die Einbindung eines optional erhältlichen Energie-Monitoring-Systems, das die Stromnutzung permanent auf Abzweigungs- und Einspeisungsebene überwacht. Die Monitoring-Module kommunizieren mit beliebigen BMS- und DCIM-Tools, lassen sich lokal am Display an der Einspeisung, am Abgangskasten und aus der Ferne über ein Web-GUI ablesen. RZ-Profis können auf Basis der Messdaten Lasten optimal verteilen und verfügen über ein Frühwarnsystem, sollten einmal kritische Versorgungssituationen auftreten.  

Punktgenau erweiterbar und zukunftssicher

Das modular aufgebaute Schienensystem lässt sich jeder Leistungsanforderung und -dichte im Rechenzentrum punktgenau anpassen. Es ist laut Hersteller flexibel zu konfigurieren und zu erweitern sowie einfach rückzubauen und wiederzuverwenden.